Monteurzimmer: Zielgruppen, Ausstattung und geschätztes Marktvolumen

Shownotes

Was macht eine Monteurunterkunft aus, wer nutzt sie und wie groß ist der Markt? Diese Folge richtet sich an alle, die an Fachkräfte und Monteure vermieten oder sich mit dieser Form des Wohnens auf Zeit beschäftigen.

Die Themen im Überblick:

  • Monteurzimmer und Monteurwohnungen: Was hinter den unterschiedlichen Bezeichnungen steckt und was berufliche Unterkünfte auf Zeit ausmacht.
  • Die Grundausstattung: Welche Bedeutung Einzelbetten und eine eigene Küche für die Zielgruppe haben.
  • Die Nutzergruppen: Handwerker auf Großbaustellen, Zeitarbeiter, Projektteams und saisonale Hilfskräfte.
  • Der Markt in Zahlen: Wie der Host anhand von Zeitarbeit, Baugewerbe und weiteren beruflichen Aufenthalten ein jährliches Marktvolumen von 2,7 bis 5,1 Milliarden Euro herleitet.

Wichtig zur Einordnung: Die Marktzahlen sind Schätzungen des Hosts und keine amtliche Marktstatistik. Einige Zahlen und Annahmen der Berechnung werden in der Aufnahme nicht vollständig erläutert.

Zum Abschluss gibt es einen Ausblick auf weitere Folgen zur Ausstattung von Monteurunterkünften und zu rechtlichen Hürden bei der Vermietung.

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00:00:00: Es gibt in Deutschland einen Markt mit über drei Milliarden Euro Umsatz, aber es existiert keine einzige Statistik.

00:00:07: Es gibt kein Branchenverband – das statistische Bundesamt kennt ihn nicht!

00:00:11: Aber dennoch übernachten in diesem Markt mehrere hunderttausend Menschen pro Nacht.

00:00:15: Gemeins sind Monteurzimmer.

00:00:23: Hallo und herzlich willkommen beim Monteur Podcast Vermietung an Fachkräfte und Monteure.

00:00:28: Mein Name ist Markus Wanning und ich bin euer Host.

00:00:32: Was ist eigentlich ein Monteur-Zimmer?

00:00:34: fangen wir ganz vorne an, auch wenn vielleicht einige von euch da ein bisschen tiefer drinnen stecken.

00:00:39: Aber beim Begriff beginnt ja eigentlich schon das Chaos – Monteurzimmer, Monteurwohnungen, Boardinghaus, Guesthouse, Pensionaufzeit, Handwerkerunterkunft wie auch immer man es nennt….

00:00:52: Das zeigt schon der Markt ist sehr chaotisch!

00:00:55: Es gibt im Monteurmarkt keine Norm sowie bei den Hotels, dass es dort eine Sterne-Klassifizierung gibt.

00:01:03: Und genau da beginnt ja eigentlich schon auch das Chaos.

00:01:06: Das ist symptomatisch für die ganze Branche.

00:01:09: Deshalb definiere ich es nicht über den Namen, sondern über die Funktion.

00:01:14: Ein Monteurzimmer ist möblierter Wohnraum der mehrere Wochen bzw Monate berufstätigend zur Verfügung gestellt wird mit einer eigenen Küche und einem Einzelbettstandard.

00:01:26: Diese Definition macht für mich den Unterschied.

00:01:30: Mehrere Wochen bzw.

00:01:31: Monate im Vergleich zu einer Hotelübernachtung, die auf eine oder zwei drei Nächte angelegt ist Für Berufstätige und nicht für touristische Zwecke spiegelt sich in dem Ausstattungskriterium von der Unterkunft wieder.

00:01:46: Einzelbetten anstatt Doppelbitten spielt auch hier wieder eine große Rolle.

00:01:50: Niemand möchte mit seinen Kollegen in einem Doppelpett zusammen übernachten.

00:01:54: Und der Standard einer eigenen Küche?

00:01:56: weil viele Monteure beziehungsweise Fach Kräfte, die abends nach Hause kommen, kochen wollen.

00:02:01: Sie wollen nicht jeden Abend essen gehen oder sich nur von Convenience Food

00:02:04: ernähren.".

00:02:06: Der Monteurmarkt mit seinen über drei Milliarden Euro Umsatz und hunderttausend Übernachtungen pro Nacht hat also seine ganz eigene Zielgruppe!

00:02:14: Lasst uns das jetzt etwas näher beleuchten – wer übernachtet da eigentlich überhaupt?

00:02:20: Wenn ich Monteurzimmer sage, denken viele an einen Handwerker der in einer heruntergekommenen Pension übernachtet.

00:02:26: Die Realität sieht aber komplett anders aus!

00:02:29: Wenn ich an unsere Kunden denke sind das Handwerke die für mehrere Wochen bzw Monate in Deutschland auf einer Großbaustelle arbeiten zum Beispiel als Schreiner oder Maler.

00:02:42: Wenn ich an unsere Kunden denke, dann sind das teilweise Zeitarbeiter die von großen Leih-Arbeitsfirmen an größere Betriebe ausgelehnt wurden.

00:02:50: Die auch fernab von ihrem Heimatort arbeiten müssen.

00:02:54: Auch ein Teil unserer Kunden sind saisonale Hilfskräfte.

00:02:57: zum Beispiel bei der deutschen Post helfen sie über das Weihnachtsgeschäft aus wenn zu viele Briefe zugestellt werden müssen.

00:03:04: Alle haben aber dasselbe Bedürfnis Ein eigenes Bett in einer möblierten Unterkunft für Wochen bzw Monate Kein Luxus, sondern eine zweckmäßige Unterkunft auf Zeit.

00:03:17: Und jetzt zur großen Zahl vom Anfang – drei Milliarden Euro Umsatz!

00:03:21: Wie kommt man auf diese Zahl wenn es doch keine Statistik gibt?

00:03:24: Man leitet es her und das machen wir jetzt gemeinsam Schritt für Schritt.

00:03:28: Erstens, Zeitarbeit.

00:03:30: Laut Bundesagentur Verarbeit waren in den Jahren von ca.

00:03:38: Das Marktvolumen der Zeitarbeitsbranche lag bei thirty-two Milliarden Euro.

00:03:43: Wenn wir jetzt mal konservativ davon ausgehen, dass nur zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent der Zeitarbeiter fernab von ihrem Heimatort arbeiten – teilweise kommen sie aus dem Ausland!

00:03:54: Dann sprechen wir hier immer noch über hundertfünfzig bis zweihundertfünftig tausend Menschen pro Nacht.

00:04:00: Zweitens, Baugewerbe.

00:04:02: Laut Statistischem Bundesamt waren im Baugewerber bis zum Jahr- und Zwanzig zwei Komma sechs Millionen Menschen beschäftigt.

00:04:08: Im Bauhauptgewerb waren es neunhundertdreiunddreißigtausend Menschen.

00:04:10: Wenn wir jetzt nur davon ausgehen dass zehn Prozent aller Bauarbeiter nicht an ihrem ursprünglichen Heimatort arbeiten sprechen wir hier immer noch über zweihundertfünfzig tausend Nächte.

00:04:22: drittens alle anderen Saisonkräfte Pflegekräfte Anlagenbau Industriemontagen Baustellen von Windkraftanlagen.

00:04:32: Wenn wir diese in keiner statistisch erfassten Personengruppe mal zusammenfassen, können wir ca.

00:04:37: einhunderttausend Menschen identifizieren.

00:04:40: Zusammengerechnet kommen wir also auf knapp vierhundert tausend bis sechshundert Tausend menschen.

00:04:45: wenn wir jetzt eine Auslastung zugrunde legen von Und einem Preis von zweiundzwanzig bis dreißig Euro kommen wir auf eine Schätzung zwischen zweikommer sieben bis fünfkommar eins Milliarden Euro, nur für den Monteurmarkt in Deutschland.

00:05:04: Fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen!

00:05:06: Ein Monteurzimmer ist mobilierter Wohnraum der Wochen bzw.

00:05:10: Monatsweise einer fremden dritten Person zur Verfügung gestellt wird, die fernab von ihrem Heimatort arbeitet.

00:05:17: Es übernachten dort Monteure, Zeitarbeiter, Projektteams oder saisonale Hilfskräfte.

00:05:24: Und der Monteurmarkt umfasst einen Marktvolumen von zwei Komma sieben bis fünf Komma eins Milliarden Euro.

00:05:31: In der nächsten Folge beleuchten wir den Monteurmarkt weiter.

00:05:34: Das war jetzt erstmal ein kleiner Start!

00:05:37: Wenn dich das interessiert, dann bleibt dran, abonnier diesen Podcast beziehungsweise Kanal und teile ihn mit Bekannten die auch an der Monteurzimmervermietung interessiert sind.

00:05:47: Wir werden Fragen klären wie zum Beispiel Die Ausstattung einer Monteurunterkunft.

00:05:51: Was darf dort definitiv nicht fehlen?

00:05:59: All das, auch die rechtlichen Hürden der Monteurzimmervermietung werden wir in diesem Podcast beleuchten.

00:06:05: Also bleib dran und ich freue mich wenn wir uns bald wieder hören!

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